Warum Wurmkuren für Hunde so wichtig sind

September 26, 2019
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Wurmbefall beim Hund: Hierbei handelt es sich um eine einseitige Beziehung, die ausschließlich zugunsten der Parasiten geschieht. Diese nisten sich in den Körpern der Vierbeiner ein und leben ausschließlich auf deren Kosten.

In Deutschland zählen Würmer zu den häufigsten Infektionserregern bei Hunden (von Samson-Himmelstjerma, 2017). Hierzulande sind Spul-, Haken- und Bandwürmer die gängigsten Parasitenarten, die sich in dem Darm oder der Lunge des Tieres aufhalten und dort die notwendigen Nährstoffe beziehen.  

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Wurmbefall keinesfalls ein Zeichen von schlechter Hygiene oder Unsauberkeit ist! Vielmehr ist es sogar eine typische Krankheit für Tiere, die artgerecht gehalten werden und viel Auslauf genießen können.  

Inhaltsangabe

  • Wie gefährlich sind Würmer für Hunde und Menschen?  
  • Wie stecken sich Hunde mit Würmern an?
  • Wie werden Würmer beim Hund diagnostiziert?
  • Hund entwurmen: Welche Medikamente helfen?
  • Wie oft sollte eine Wurmkur beim Hund angewendet werden?

Wie gefährlich sind Würmer für Hunde und Menschen?  

Würmer befallen den Darm und andere innere Organe der betroffenen Hunde. Je nach Parasitenart gehören Mangelernährung, Blindheit oder Blutarmut zu den gängigen Folgen. Des Weiteren kann es zu Vitamin- und Nährstoffentzug kommen.

Für Welpen kann ein Wurmbefall zu ernsthaften Entwicklungs- und Wachstumsstörungen führen. Außerdem führt die Infektion zu einer Schwächung des Immunsystems, wodurch das Jungtier für weitere Krankheiten und Infektionen empfänglicher wird.

Bei gesunden und ausgewachsenen Tieren kann die Erkrankung ohne erhebliche Schäden verlaufen, vorausgesetzt, sie wird in einem frühen Stadium erkannt und geheilt. Kommt es zu einem stärkeren Wurmbefall, kann dies zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen.  

Doch auch wir, Menschen, sind gefährdet und können uns mit den Würmern anstecken lassen. Vor allem kleine Kinder, ältere oder kranke Menschen gehören in die Risikogruppe.

Besonders gefährlich sind die sogenannten Zoonoseerreger, die sowohl bei Tieren als auch bei Menschen Erkrankungen verursachen. Dazu gehören z. B. die Band- und Spulwürmer, die zu einer Zystenbildung in Leber oder Lungen führen können.  

Wie stecken sich Hunde mit Würmern an?

Welpen können sich bereits im Mutterleib oder über die Muttermilch mit Spul- und Hakenwürmern infizieren. Ihre Larven gelangen in den Magen und Darm der Kleinen und entwickeln sich dort weiter.  

Würmer können durch Schnüffeln und Lecken übertragen werden. Ihre Eier, Larven und die Würmer selbst werden mit Kot aus den Körpern der befallenen Tiere ausgeschieden und sind somit für andere Hunde zugänglich. Jedes hinterlassene “Häufchen” ist eine potenzielle Quelle an neuen Parasiten, sodass dein Hund sich immer wieder anstecken kann.  

Auch der Mensch kann die Wurmeier auf seinen Schuhen in die Wohnung tragen und dadurch seinen Hund anstecken.  

Durch das Fressen von infizierten Nagetieren, Vögel oder rohem Fleisch können Bandwürmer ebenfalls in dein Tier gelangen.

Infizierte Mücken können Herzwürmer übertragen. Diese befallen das Herz und die großen Lungengefäße der Hunde. Allerdings ist diese Infektion für südeuropäische Länder typisch und tritt bei Hunden auf, die aus der Region kommen. Bei deiner Urlaubsplanung mit deinem Vierbeiner solltest du dies also im Hinterkopf behalten.

Wie werden Würmer beim Hund diagnostiziert?

Ein Wurmbefall muss nicht immer eindeutig und sichtbar zu erkennen sein. Ist dein Hund lustlos oder weniger aktiv als sonst? Hat er seinen Appetit verloren? Diese ersten Anzeichen sind typisch für die Infektion. Außerdem werden Würmer von folgenden Symptomen, die bei jeder Wurmart unterschiedlich sind, begleitet:[Textflussumbruch]

  • Reiskornähnliche Wurmeier oder Wurmreste im Kot
  • Juckreiz am After, begleitet durch das sogenannte “Schlittenfahren” (Rutschen auf dem Hintern)
  • Erbrechen
  • Blutiger Durchfall
  • Hautreizungen oder stumpfes Fell
  • Gewichtsabnahme
  • Aufgeblähter Bauch

Je nach Intensität der Infektion können sich die Symptome stark verschlimmern. Vor allem für Welpen oder ältere Hunde verläuft die Erkrankung besonders schwierig. Doch auch für sonst gesunde Tiere kann sie recht unangenehm werden und sich sehr verschlimmern, wenn sie unbehandelt bleibt.

Um deinen Vierbeiner von unnötigem Leid zu bewahren, solltest du die Veränderungen in seinem Verhalten oder Gesundheitszustand immer im Auge behalten und ihn beim Auftreten der Symptome so schnell wie möglich zu einem Tierarzt bringen. Anhand von Kotproben und Blutuntersuchungen lässt sich feststellen, ob und welche Wurmart sich in deinem Hund eingenistet hat.  

Hund entwurmen: Welche Medikamente helfen?

Welches der Präparate sich für deinen Hund am besten eignet, entscheidet der Tierarzt. Da das Risiko eines Wurmbefalls bei jedem Hund unterschiedlich ist, sind die Entwurmungsempfehlungen ebenfalls sehr individuell.[Textflussumbruch][Textflussumbruch]Generell tragen verschiedene Faktoren, wie z. B. das Alter oder die Ernährung, zu der Entscheidung bei, zu welchem Wurmmittel du als Hundehalter greifen solltest. Tritt dein Tier oft mit seinen Artgenossen in Kontakt? Handelt es sich um einen Jagdhund, der gelegentlich gefangene Mäuse oder Vögel frisst? Um welche Wurmart handelt es sich?

Außerdem sind manche Hunderassen, wie etwa Collies oder Australian Shepards, gegenüber einigen Wurmkuren empfindlicher als ihre Artgenossen (von Samson-Himmelstjerma, 2017).

Bei einem besonders intensiven Wurmbefall, der bereits Langzeitschäden hinterlassen hat, sind zudem weitere Behandlungen nötig. Wurde bei deinem Vierbeiner beispielsweise Blutarmut festgestellt, so wird der Tierarzt Eisen- und Vitaminpräparate verschreiben.

 

Wie oft sollte eine Wurmkur beim Hund angewendet werden?

Auch auf die Frage zu der Häufigkeit der Entwurmungen gibt es keine pauschale Antwort.

Viele Hundebesitzer verlassen sich auf einfache Kotproben. Diese sind jedoch selten zuverlässig: In nur etwa 50 Prozent der Infektionen fällt das Ergebnis positiv aus (ESCCAP, 2018). Da Wurmeier nur in bestimmten Abständen ausgestoßen werden, sind sie nicht immer in Kotproben vorzufinden.

Ein weiterer Fehler besteht in der Vermutung, dass eine Wurmkur über einen längeren Zeitraum wirkt. In Wahrheit hält der Schutz nur etwa 24 Stunden, sodass ein weiterer Befall direkt danach möglich ist (ESCCAP, 2018).

Der Verein Europäische Fachgruppe zu Parasiten bei Tieren (ESCCAP) rät daher, die Entwurmungen regelmäßig durchzuführen. Die genaue Häufigkeit hängt von dem Alter und der Lebensweise deines Vierbeiners ab. Besteht bei deinem Hund eine hohe Ansteckungsgefahr, so wäre es sinnvoll, die Wurmkur alle vier Wochen zu wiederholen.  

Für Petpanion steht das Wohlergehen deines Vierbeiners im Vordergrund. Wir haben unser Abo entwickelt, um die Gesundheit deines Hundes bestmöglich zu unterstützen. Neben unseren tierärztlichen Hausbesuchen, Tele- und Onlinesprechstunden, wird dein vierbeiniger Liebling mit allen Core-Impfungen, Untersuchungen und einem jährlichen Vorrat an wichtigen Medikamenten versorgt.  

Das Petpanion Abo beinhaltet, unter anderem, Kotuntersuchungen und Entwurmungsmittel, die direkt zu dir nach Hause geliefert werden. So ist die Gesundheit deines Hundes ständig unter professioneller Beobachtung und wird mit geeigneten Vorsorgemaßnahmen vor schwerwiegenden Problemen bewahrt.

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